Venner for livet - dansk tysk barokmusik

Venner for livet - dansk tysk barokmusik

Venner for livet - dansk tysk barokmusik

Freitag, 28. August 2026, 18:00 Uhr
Sankt Petri Kirke, Sankt Peder Stræde 2, 1453 København
Musizierende Gesellschaft Leipzig: Nadja Zwiener (Leipzig) – violin, Georg Zeike (Leipzig) – viola da gamba, Leif Meyer (København) – cembalo & orgel
gratis entré

Das deutsche-dänische Barockensemble gastiert am 28. August in der Sankt Petri Kirche mit Werken des auch an der Sankt Petri Kirche tätigen Johann Philipp Krieger (1649-1725) und seinem Zeitgenossen und Freund Conrad Höffler (1647-1696). Die Werke des Programmes sind dem Stylus phantasticus verpflichtet. Das ist eine freie Art zu komponieren, bei der Affekt und Tempo oft unvermittelt wechseln und die Zuhörenden so von einem Extrem ins andere versetzt werden. Dabei wechseln sich herrliche Arien mit furiosen improvisationsartigen Passagen ab. Die Werke werden so zu kleinen dramatischen Geschichten, einer Mini-Oper ohne Worte sozusagen.
Johann Philipp Krieger und Conrad Höffler waren fast gleichaltrig in Nürnberg aufgewachsen und erhielten beide ihren ersten musikalischen Unterricht bei Gabriel Schütz, der in der fränkischen Metropole als Komponist, Gambist und Zinkspieler wirkte. Krieger verließ Nürnberg um sein fünfzehntes Lebensjahr und ging nach Kopenhagen. Dort war er Kompositionsschüler bei Kaspar Förster. Spätestens 1670 zog es ihn zurück in seine fränkische Heimat, wo er für ca. drei Jahre gemeinsam mit Conrad Höffler am Hof des Markgrafen Christian Ernst in Bayreuth als Organist und Kapellmeister angestellt wurde.
Als 1673 der Markgraf in den deutsch-französischen Krieg zog, wechselte Höffler nach Ansbach, während Krieger zu einer zweijährigen Reise nach Italien aufbrach. 1675 kehrte er mit einem Umweg über Wien, wo er für sein Schaffen geadelt wurde, nach Bayreuth zurück und hatte verschiedene kürzere Verpflichtungen in Frankfurt/Main und Kassel. 1677 wechselten beide, Krieger und Höffler, an den Hof nach Halle, der bereits 1680 in das neuerbaute Schloß Neu-Augustusburg in Weißenfels umzog.
Hier begann für die beiden Franken die wohl ergiebigste Phase ihres Wirkens, Krieger verfasste und druckte unzählige Werke. Höffler veröffentlichte sein einziges überliefertes Werk „Primitiae Chelicae“, zwölf Suiten für Gambe und Basso continuo. Damit extrahierte er den Kern seines Schaffens, mit dem er am Weißenfelser Hof so beliebt war. Höffler starb im Jahre 1696 als hochgeehrter und geschätzter Mann. Sein enger Freund Krieger lebte indessen ebenfalls in hohem Ansehen bis 1725 in Weißenfels.

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